Δ Depotvergleich · Stand ab 2026-05-12

Worauf legst du Wert bei deinem Depot?

Zehn deutsche Broker, redaktionell verglichen. Ohne Affiliate-Provisionen, ohne Sternchen.

Kurz gerechnet · 200 € Sparrate, 30 Jahre, 7 % Rendite

  • 0 € Aktions-Sparplan
  • ~1.700 € 1,50 € Pauschale
  • ~3.400 € 1,5 % prozentual
Deine Sparrate im Vergleich einsetzen
Δ Interaktiver Vergleich

Depotvergleich mit eigenem Szenario

Die Eignung ordnet relativ zur gewählten Priorität ein: Sehr passend oberes Viertel, wenig passend unteres.

Top 3 nach deiner Priorität

    Vergleich max. 2 Broker

    ¹ 30-Jahres-Kosten: Gebühren plus Opportunitätskosten bei gleicher Rendite. Für Broker mit kostenlosen Aktions-ETFs wird der Aktions-Tarif angesetzt; außerhalb der Aktion liegen die Kosten teils deutlich höher.

    Redaktioneller Vergleich ohne Affiliate-Beziehung zu den genannten Anbietern. Konditionen ändern sich häufig; vor Depoteröffnung den aktuellen Stand direkt beim Anbieter prüfen. Marken sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.

    Häufige Fragen zum Depotvergleich

    Was ist der beste Broker für ETF-Sparpläne 2026?

    Es gibt keinen objektiv „besten" Broker; die Antwort hängt vom eigenen Profil ab. Für niedrige Sparraten und einfache Bedienung sind Trade Republic und Scalable Capital mit kostenlosen Sparplänen führend. Für hohe Sparraten und Pauschalgebühren-Logik lohnt DKB. Direktbank-Kunden mit Wert auf Service und Tradition wählen häufig ING oder Comdirect. Für aktive Anleger mit Bedarf an Desktop-Software und breiter Börsenplatz-Auswahl sind Flatex oder Comdirect mit ProTrader-Plattform passend.

    Wie viel kostet ein Depot wirklich über 30 Jahre?

    Bei 200 € Sparrate über 30 Jahre und 7 % Rendite-Annahme kosten kostenlose Aktions-ETF-Sparpläne 0 €, eine 1,5 €-Pauschale (z. B. DKB) summiert sich auf rund 1.700 € inklusive Opportunitätskosten, und ein 1,5-%-prozentualer Sparplan ohne Aktion (z. B. Comdirect-Standardtarif) auf etwa 3.400 €. Der Unterschied entspricht über 30 Jahre dem Gegenwert eines ganzen Sparjahrs.

    Sind kostenlose Broker wie Trade Republic sicher?

    Ja, im rechtlichen Sinne. Trade Republic ist eine BaFin-regulierte Vollbank mit Sitz in Berlin, Wertpapiere liegen als Sondervermögen geschützt vor Insolvenz. Die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 € auf das Verrechnungskonto gilt wie bei jeder anderen deutschen Bank. „Kostenlos" finanzieren sich Neobroker über Spread auf dem eigenen Börsenplatz (z. B. LS Exchange), Zinsmarge auf das Verrechnungskonto und teils Premium-Tarife. Risiken liegen eher in der Pricing-Kontinuität und eingeschränkten Börsenplatz-Auswahl.

    Was ist der Unterschied zwischen Neobroker, Direktbank und Filialbank?

    Neobroker (Trade Republic, Scalable Capital, finanzen.net Zero) sind App-fokussierte Banken oder Wertpapierhandelsfirmen mit aggressiver Preisgestaltung und meist eingeschränktem Börsenplatz-Angebot. Direktbanken (ING, DKB, Comdirect, Consorsbank) bieten Vollbank-Service inkl. Girokonto, Beratung und Web-Plattform; Sparplangebühren liegen meist über Neobroker-Niveau, dafür mehr Funktionsumfang. Filialbanken (VR-Bank, Sparkasse über S Broker) ergänzen persönliche Beratung vor Ort, sind aber deutlich teurer und haben oft eingeschränkte ETF-Auswahl.

    Worauf sollte ich beim Depotvergleich neben den Kosten achten?

    Wichtig sind: deutsches Verrechnungskonto (automatischer Steuerabzug und Jahressteuerbescheinigung), Bruchstück-Handel (insbesondere bei Sparplänen), Mindestsparrate, Depotübertrag-Kosten beim späteren Wechsel, FX-Aufschläge auf US-Aktien, Verzinsung auf nicht angelegtes Guthaben, und Geschäftsmodell-Transparenz (PFOF wird in der EU bis 2026 schrittweise verboten). Für aktive Trader zusätzlich: Börsenplatz-Auswahl, Realtime-Kurse im Standard, Desktop-Software und Order-Typen.

    Ist ein Depotwechsel kompliziert oder steuerlich nachteilig?

    Nein. Ein Depotübertrag ist gesetzlich kostenlos beim Eingang, viele Broker übernehmen auch den Ausgang. Steuerlich gilt: Anschaffungskosten und FIFO-Reihenfolge werden mitübertragen, ein Verkauf findet nicht statt. Bei einem reinen Anbieterwechsel ändert sich nichts an der steuerlichen Behandlung. Wichtig: Der Übertrag kann 2–6 Wochen dauern, in dieser Zeit können einzelne Bestände nicht gehandelt werden. Sparpläne sollten beim alten Anbieter rechtzeitig pausiert werden.

    Methodik & Hintergründe Wie der Vergleich erstellt wurde, versteckte Kosten, Steuern, Sicherheit

    Was im Depotvergleich wirklich zählt

    Die meisten Depotvergleiche reduzieren die Entscheidung auf eine einzige Zahl: die Sparplangebühr. Das ist für den langfristigen Vermögensaufbau gefährlich verkürzt. Über 30 Jahre summieren sich Kostenunterschiede zwar zu einem Sparjahr, aber Service, Sicherheit und steuerliche Verlässlichkeit entscheiden mit, ob das Depot überhaupt seinen Zweck erfüllt.

    Kosten und was sich dahinter versteckt

    Kostenlose Sparpläne bei Neobrokern sind real, aber nicht kostenfrei für den Anbieter. Die Refinanzierung läuft typischerweise über drei Hebel: Spread auf dem eigenen Handelsplatz (z. B. LS Exchange bei Trade Republic, gettex bei Scalable), Zinsmarge auf das Verrechnungskonto, und teilweise Premium-Tarife. Payment for Order Flow (PFOF) wird in der EU bis 2026 schrittweise verboten; die Geschäftsmodelle passen sich gerade an.

    Direktbanken finanzieren sich klassischer über Order- und Sparplangebühren plus Zinsmarge aus dem Bankgeschäft. Das macht sie planbarer, aber teurer im laufenden Betrieb. Filialbanken haben zusätzlich Vertriebsstrukturen, in denen die Beratung provisionsgetrieben läuft. Das hält die Anlageempfehlungen nicht neutral.

    Versteckte Kosten, die im Vergleich oft fehlen

    • FX-Aufschläge: Bei US-Aktien rechnen einige Broker 0,15 bis 0,5 % auf den Devisenkurs auf, pro Trade. Bei aktiven Anlegern oder Buy-and-Hold von US-Einzelaktien sammelt sich das.
    • Spread-Differenz: Außerhalb der XETRA-Handelszeiten oder bei kleinen Volumina liegen Geld-Brief-Spannen teils 0,3 bis 1 % auseinander. Wer „kostenlos" bei LS Exchange handelt, zahlt diese Differenz unsichtbar.
    • Depotgebühren bei Inaktivität: Mehrere Direktbanken werben mit „kostenloser Depotführung", aber nur bei regelmäßiger Nutzung. Wer parkende ETFs hält, zahlt teils 1,95 €/Monat.
    • Realtime-Kurse: Wer aktiv handelt, braucht Echtzeit-Kurse. Bei einigen Anbietern sind diese im Standard nicht enthalten und kosten 5 bis 20 €/Monat extra.
    • Depotübertrag raus: Beim Wechsel zu einem anderen Anbieter sind manche Broker (S Broker, Flatex, VR-Bank teils) kostenpflichtig; der Lock-in ist real.

    Steuerservice und Verrechnungskonto

    Alle hier verglichenen Broker bieten ein deutsches Verrechnungskonto und führen die Kapitalertragsteuer automatisch ab. Das wirkt selbstverständlich, ist es aber nicht: Internationale Broker wie Interactive Brokers oder eToro verzichten teilweise auf den automatischen Steuerabzug, sodass die Erträge in der Steuererklärung manuell nachgemeldet werden müssen. Wer das vermeiden will, bleibt bei einem deutschen Anbieter.

    Wichtig ist auch das automatische Handling der Vorabpauschale für thesaurierende Fonds. Seit der Investmentsteuerreform 2018 zieht der deutsche Anbieter im Januar eine fiktive Steuer auf den Wertzuwachs des Vorjahres ab. Wer hier auf ausländische Broker setzt, muss die Vorabpauschale selbst berechnen und über die Steuererklärung abführen, was fehleranfällig und zeitintensiv ist.

    Sicherheit und Einlagensicherung

    Wertpapiere im Depot liegen rechtlich als Sondervermögen, also im Insolvenzfall des Brokers vom übrigen Bankvermögen getrennt und weiterhin im Eigentum des Anlegers. Das gilt für alle BaFin-regulierten Anbieter gleichermaßen.

    Für das Verrechnungskonto greift die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 € pro Anleger und Bank. Mehrere etablierte Direktbanken (ING, Comdirect, Consorsbank, VR-Bank) sind zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken bzw. der Genossenschaftsbanken; das sichert Beträge weit über die gesetzliche Grenze hinaus ab. Für Anleger mit hohen Verrechnungskonto-Beständen ein realer Sicherheitsvorteil.

    Methodik dieses Vergleichs

    Alle Daten stammen aus den Preis-Leistungs-Verzeichnissen und öffentlichen Konditionsblättern der jeweiligen Anbieter. Bei jedem Broker sind im Detail-View die Quellen verlinkt und das Datum der letzten redaktionellen Prüfung dokumentiert. Bei strittigen oder regional unterschiedlichen Werten (insbesondere VR-Bank) ist die Bandbreite ausgewiesen.

    Die 30-Jahres-Kostenberechnung setzt die Sparplangebühr als monatlichen Aufwand an und berechnet zusätzlich den Future Value, den dieser Aufwand bei gleicher Rendite-Annahme erwirtschaftet hätte (Opportunitätskosten). Für Broker mit kostenlosen Aktions-ETFs wird der Aktions-Tarif angesetzt; außerhalb der Aktion können die Kosten höher liegen.

    Die Eignungs-Einstufung in der letzten Spalte ist eine relative Bewertung gegenüber den anderen Brokern im Vergleich, abhängig von der gewählten Priorität. „Sehr passend" markiert das obere Viertel, „wenig passend" das untere. Bei Wechsel der Priorität rechnen sich alle Eignungen neu. Die Bewertung ersetzt keine Empfehlung, sondern ist ein Filter-Werkzeug.

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