ETF-Broker-Vergleich 2026: 7 Anbieter, eine Entscheidung

ETF-Broker-Vergleich 2026: Scalable, Trade Republic, ING & DKB im Vergleich. Sparplan-Kosten mit interaktivem 30-Jahres-Kalkulator.

Ein Sparplan für 1,50 € pro Ausführung klingt nach Kleingeld. Wer dreißig Jahre lang monatlich spart, zahlt in diesem Tarif rund 540 € an Gebühren und lässt etwa 1.290 € an Rendite liegen, die das Geld andernfalls erwirtschaftet hätte. Die Zahl ist real, der Abstand zum günstigsten Anbieter fällt jedoch kleiner aus, als Broker-Werbung und Vergleichsportale gerne andeuten. Entscheidender als die letzten Cent pro Ausführung ist die Frage, ob der Broker zu deinem Alltag passt und du den Sparplan über Jahrzehnte tatsächlich weiterlaufen lässt.

Dieser Artikel vergleicht die sieben Broker, die in Deutschland für einen ETF-Sparplan relevant sind: Comdirect, DKB, ING, Scalable Capital, S Broker, Trade Republic sowie die VR-Bank als Stellvertreter des Genossenschaftssektors. Die Reihenfolge ist bewusst alphabetisch gewählt, weil die richtige Wahl von deiner Situation abhängt und sich nicht als globale Top-1-Aussage treffen lässt.

Was bei einem Broker wirklich zählt

Wer einen ETF-Sparplan einrichtet, trifft eine Entscheidung, die im Idealfall Jahrzehnte hält. Werbeprämien, App-Optik und Markenbekanntheit spielen dabei eine kleinere Rolle, als sie sich vermarkten lassen. Vier Kriterien tragen die Entscheidung:

Sparplan-Gebühr. Hier laufen die relevanten Kosten auf. Manche Anbieter verlangen 0 € pro Ausführung, andere eine Pauschale von 1,50 € bis 2,50 €, wieder andere einen Prozentsatz der Sparrate. Prozentuale Gebühren treffen hohe Sparraten härter als Pauschalen, weshalb ein und derselbe Broker für eine Sparrate von 50 € unschlagbar günstig sein kann und bei 500 € deutlich abfällt.

Einzelorder-Gebühr. Relevant, wenn du außerplanmäßig kaufst, einmalig eine größere Summe investierst oder eine Position reduzieren willst. Neobroker liegen hier bei 0 € bis 1 €, Direktbanken zwischen 3,90 € und 10 €, Filialbanken können 12 € und mehr verlangen.

ETF-Auswahl im Sparplan. Bei den sieben hier verglichenen Anbietern ist das weniger kritisch als oft dargestellt. Alle haben die gängigen MSCI-World- und FTSE-All-World-ETFs im Angebot. Eng wird es erst bei Nischen-Indizes, etwa Small-Cap-Strategien oder themenspezifischen Welt-ETFs wie ACWI IMI.

Bruchstück-Handel. Ohne Bruchstück-Handel landest du bei einer Sparrate von 50 € und einem Anteilswert von 90 € bei Null investiertem Euro. Bruchstücke sind bei Neobrokern und den meisten Direktbanken Standard, bei regionalen Filialbanken nicht überall.

Alles andere, ob eine App hübsch gestaltet ist, ob der Broker einen Werbebonus in Höhe von 50 € ausschüttet, ob die Marke einen Bekanntheitsgrad von 80 Prozent hat, verliert über die Laufzeit eines Sparplans an Bedeutung.

Der Vergleich im Detail

Die folgende Tabelle bildet alle sieben Anbieter ab. Sparrate, Laufzeit und Rendite-Annahme lassen sich anpassen. Die Tabelle berechnet daraufhin die 30-Jahres-Kosten pro Broker, gerechnet als Summe aus Gebühren und Opportunitätskosten auf diese Gebühren bei der gewählten Rendite. Mit dem Filter oben lässt sich der Vergleich auf Neobroker, Direktbanken oder Filialbanken einschränken. Ein Klick auf die Broker-Zeile öffnet die Detail-Ansicht mit Stärken, Schwächen und Zielgruppe.

Die Rechnung setzt für Broker mit kostenlosem Aktions-Universum den Aktions-Tarif an. Wer konsequent aus dieser Liste wählt, fährt mit Scalable, Trade Republic, ING, Comdirect und S Broker bei der Sparplan-Gebühr effektiv bei Null Euro. Außerhalb der Aktionen liegen Comdirect bei 1,5 Prozent, S Broker bei 2,5 Prozent und ING bei 1,75 Prozent der Sparrate, was die Rechnung drastisch verändert.

Die sieben Anbieter im Portrait

Die Portraits sind bewusst knapp gehalten. Wer mehr Details zu Stärken, Schwächen und Zielgruppe braucht, findet sie in der interaktiven Tabelle per Klick auf die jeweilige Broker-Zeile. Hier geht es um den roten Faden pro Anbieter.

Comdirect

Die Comdirect ist die Online-Tochter der Commerzbank und fährt ein klassisches Direktbank-Modell mit Vollbank-Funktionen. Der Sparplan kostet 0 € bei den rund 570 Aktions-ETFs und 1,5 Prozent der Sparrate außerhalb der Aktion. Eine Einzelorder liegt bei 3,90 € zuzüglich marktüblicher Entgelte. Die Depotgebühr entfällt bei regelmäßiger Nutzung. Wer ohnehin ein Girokonto bei der Comdirect hat und Wert auf einen umfassenden Banking-Stack legt, findet hier eine seriöse Variante. Wer ein reines Investment-Depot sucht, fährt mit den Neobrokern günstiger.

DKB

Die DKB setzt auf eine einfache Pauschale: 1,50 € pro Sparplan-Ausführung, unabhängig von Sparrate und ETF. Das macht die Rechnung planbar und belohnt hohe Sparraten, weil der Prozentsatz effektiv mit steigender Rate sinkt. Das ETF-Universum liegt bei rund 2.100 Titeln, von denen 500 kostenlos gespart werden können. Einzelorders kosten 10 € pauschal als Aktivkunde, was im Mittelfeld des Marktes liegt. Für Bestandskunden mit DKB-Girokonto eine solide Wahl, für reine Preissensibilität existieren günstigere Optionen.

ING

Die ING bietet rund 1.200 Aktions-ETFs kostenlos und verlangt außerhalb der Aktion 1,75 Prozent der Sparrate. Einzelorders starten bei 4,90 € zuzüglich 0,25 Prozent, gedeckelt bei 69,90 €. Der Vorteil vieler Leser liegt in der hohen Verbreitung des ING-Girokontos, was die Depoteröffnung auf wenige Klicks reduziert. Die Aktions-Liste enthält die gängigen Welt-ETFs, sie ist jedoch zeitlich befristet, weshalb sich ein jährlicher Abgleich lohnt.

Scalable Capital

Scalable Capital ist einer der beiden großen Neobroker in Deutschland und bietet im FREE-Tarif kostenlose Sparpläne auf ein Universum von rund 2.400 ETFs. Eine Einzelorder ab 250 € kostet 0,99 €, im PRIME+-Tarif fällt auch diese Gebühr weg. Die Plattform läuft als App und Web-Interface, Support läuft digital. Pricing-Strukturen wurden in den letzten Jahren mehrfach angepasst, was eine gewisse Unsicherheit über die langfristige Stabilität mitbringt. Für kostenorientierte Sparer mit hoher App-Affinität aktuell eine der günstigsten Optionen.

S Broker

Der S Broker ist der Online-Broker der Sparkassen-Gruppe und adressiert primär die Sparkassen-Kundschaft. Über 1.000 Aktions-ETFs sind kostenlos besparbar, außerhalb der Aktion liegt die Gebühr bei 2,5 Prozent der Sparrate, was zu den höheren Werten im Markt gehört. Die Mindestsparrate von 50 € schließt sehr kleine Sparraten aus. Die Depotgebühr von 11,97 € pro Jahr entfällt nur bei regelmäßiger Aktivität. Für Sparkassen-Kunden, die ihre Bankbeziehung bündeln wollen und aus dem Aktions-Universum wählen, eine nachvollziehbare Wahl.

Trade Republic

Trade Republic ist der zweite große Neobroker und verlangt für Sparpläne keine Gebühr auf dem gesamten Universum von rund 2.500 ETFs. Einzelorders kosten 1 € pauschal. Die Plattform ist ausschließlich als App verfügbar, was Einsteiger als Vorteil und App-Skeptiker als Manko empfinden. Guthaben auf dem Verrechnungskonto wird verzinst, die Zinsen liegen nahe am EZB-Einlagensatz. Depot-Überträge zu anderen Anbietern sind in der Vergangenheit teils langsam abgewickelt worden. Für Einsteiger mit schmalem Start-Budget aktuell der einfachste Zugang zu einem kostenlosen Sparplan.

VR-Bank und Volksbank

Der Genossenschaftssektor ist regional stark fragmentiert. Konditionen schwanken von Bank zu Bank zum Teil deutlich. Typisch sind Sparplan-Gebühren zwischen 1,50 € und 2,50 € pro Ausführung, Einzelorders zwischen 7,50 € und 12 € sowie eine Depotgebühr, die je nach Regionalbank zwischen 0 € und 36 € pro Jahr liegt. Das Sparplan-Universum umfasst häufig nur 20 bis 200 Titel, also weniger als bei den anderen Anbietern. Bruchstück-Handel ist nicht überall verfügbar. Wer stark an die Genossenschaftsbank gebunden ist und die persönliche Beratung in der Filiale schätzt, zahlt für diesen Komfort einen messbaren Preis. Wer primär nach den günstigsten Konditionen sucht, ist hier selten richtig aufgehoben.

Die ehrliche 30-Jahres-Kostenrechnung

Die folgenden Zahlen beziehen sich auf das Standard-Szenario aus dem Kalkulator oben: 200 € Sparrate, 7 % Rendite-Annahme, 30 Jahre Laufzeit. Wer abweichende Werte eingestellt hat, kann die Rechnung im Kalkulator direkt ablesen.

Angenommen, du sparst 30 Jahre lang 200 € pro Monat und erzielst im Schnitt eine Rendite von 7 Prozent pro Jahr. Das Endkapital liegt bei rund 244.000 €. Die Frage ist, wie viel davon der Broker durch Gebühren und entgangene Rendite auf diese Gebühren aufzehrt.

Bei Scalable Capital oder Trade Republic mit kostenlosem Sparplan liegt der Broker-Anteil bei 0 €. Bei einem Pauschal-Broker wie der DKB mit 1,50 € pro Ausführung zahlst du 540 € an direkten Gebühren. Diese Beträge hätten bei gleicher Rendite-Annahme bis zum Laufzeitende auf rund 1.830 € angewachsen sein können, das sind 1.290 € an Opportunitätskosten. Die Gesamtbelastung liegt also bei 1.830 €, was etwa 0,75 Prozent des Endkapitals entspricht.

Bei der VR-Bank mit angenommenen 2 € pro Ausführung und einer Depotgebühr von 24 € pro Jahr steigt die Belastung auf rund 3.160 € oder 1,3 Prozent des Endkapitals. Beim S Broker außerhalb der Aktion mit 2,5 Prozent der Sparrate würden rein die Sparplan-Gebühren bei 5 € pro Ausführung liegen und über 30 Jahre auf 6.100 € an FV-belasteten Kosten anwachsen, was 2,5 Prozent des Endkapitals entspräche.

Diese Einordnung ist kein Freispruch für hohe Gebühren. Sie soll aber die Perspektive liefern, in der eine Broker-Entscheidung getroffen werden sollte: als eine von vielen Stellschrauben, nicht als Schlüsselfrage des Vermögensaufbaus.

Drei Situationen, drei Empfehlungen

Die folgende Gliederung stellt keinen Ranking-Anspruch. Sie ordnet die Anbieter nach Lebenssituation ein.

Situation 1: Du startest ohne bestehende Bankbeziehung und willst die niedrigsten Kosten. In diesem Fall liegen Scalable Capital und Trade Republic vorn. Beide bieten kostenlose Sparpläne auf ein großes ETF-Universum, beide erlauben Mindestsparraten von 1 €, beide unterstützen Bruchstück-Handel. Der praktische Unterschied liegt in der Bedienung: Trade Republic ist Puristen-freundlich und auf Einfachheit getrimmt, Scalable bietet zusätzlich ein Web-Interface und einen PRIME+-Tarif, der Einzelorders kostenlos macht. Für den reinen Sparplan-Fall nehmen sich beide wenig.

Situation 2: Du hast ein Girokonto bei ING, DKB oder Comdirect und willst dort bleiben. Die einfache Empfehlung lautet: bleib dort. Wenn du bei der ING einen Aktions-ETF wählst, kostet dich der Sparplan nichts. Die DKB kostet dich 1,50 € pro Ausführung, was über 30 Jahre rund 1.830 € an FV-Kosten bedeutet, kalkulierbar und vertretbar. Bei der Comdirect greift die 1,5-Prozent-Regel für Nicht-Aktions-ETFs, weshalb sich hier ein Blick auf die aktuelle Aktions-Liste lohnt. Die Bankbeziehung bündelt Themen, das hat einen Wert, der sich schlecht beziffern lässt und den du trotzdem in die Gleichung einbeziehen solltest.

Situation 3: Du bist Sparkassen- oder VR-Kunde und willst den Komfort der Hausbank. S Broker oder das VR-Depot sind deine Optionen. Die realistische Einschätzung lautet: du zahlst über 30 Jahre zwischen 3.000 € und 8.000 € mehr Gebühren als ein Neobroker-Nutzer. Das ist real, aber kein Drama, solange die Sparrate stimmt und du den Sparplan durchziehst. Wenn dir der Komfort der Hausbank-Anbindung 100 € bis 250 € pro Jahr wert ist, ist das eine legitime Entscheidung. Wer ohnehin eine zweite Bank-App auf dem Handy hat und den Wechsel-Aufwand nicht scheut, kann rechnen und bewusst entscheiden.

Die wichtigste Erkenntnis über diese drei Situationen hinweg: der Broker, bei dem du den Sparplan tatsächlich einrichtest und durchhältst, schlägt immer den theoretisch günstigsten, den du nie aktivierst.

Was Vergleichsseiten selten erwähnen

Wertpapierleihe. Manche Broker verleihen Kundenpapiere an Dritte und vereinnahmen die Leihgebühr ganz oder teilweise für sich. Das lässt sich in den AGB nachlesen, wird aber selten prominent kommuniziert. Rechtlich abgesichert über den Einlagen- und Anlegerschutz, dennoch ein Punkt, der die Gesamtrechnung verschiebt.

Spread bei Sparplan-Ausführungen. Sparpläne laufen oft über einen spezifischen Handelsplatz, nicht über den XETRA-Referenzmarkt. Der Spread kann dadurch geringfügig höher liegen als bei einer manuellen Order. Bei Welt-ETFs mit hohem Handelsvolumen spielt das kaum eine Rolle, bei kleineren ETFs schon eher.

Gebühren-Historie. Trade Republic hat seine Pricing-Struktur seit Gründung mehrfach angepasst, Scalable ebenfalls. Was heute 0 € kostet, kann in zwei Jahren 1 € kosten. Umgekehrt kann auch eine heute prozentuale Gebühr gesenkt werden. Das ist kein K.-o.-Argument gegen einen Broker, sondern ein Hinweis, dass Konditionen zu den variablen Teilen einer Broker-Beziehung gehören.

Aktions-ETF-Listen mit Ablaufdatum. Wer einen ETF wählt, weil er aktuell kostenlos ist, sollte wissen, dass die Aktion enden kann. Die Gebühr steigt dann auf den Standard-Tarif, was bei 1,75 Prozent oder 2,5 Prozent einen spürbaren Effekt hat. Ein jährlicher Check der eigenen Aktions-Zuordnung kostet wenig Zeit und verhindert Überraschungen.

So wechselst du dein Depot

Wer heute einen Broker wählt, ist morgen nicht dort gebunden. Ein Depot-Übertrag läuft in drei Schritten ab.

Im ersten Schritt eröffnest du das neue Depot beim Wunsch-Broker. Das dauert je nach Anbieter zwischen fünf Minuten und drei Werktagen, inklusive Video-Identifikation.

Im zweiten Schritt stellst du beim alten Broker einen Depot-Übertragsantrag. Das ist gemäß Paragraf 17 Kapitalanlagegesetzbuch kostenfrei. Die Steuerdaten, also insbesondere die Anschaffungskosten deiner ETF-Anteile, werden mit übertragen. Ein Verkauf ist nicht erforderlich und findet auch nicht statt.

Im dritten Schritt richtest du den Sparplan im neuen Depot neu ein und prüfst den Freistellungsauftrag. Dauer des Gesamtprozesses: zwei bis sechs Wochen, abhängig vom alten Broker.

Lock-in gibt es im deutschen ETF-Markt nicht. Die Broker-Wahl ist eine Entscheidung für die nächste Phase, nicht für das nächste Jahrzehnt.

Fragen, die immer wiederkommen

Ist mein Geld bei einem Broker sicher?

Deine ETF-Anteile sind Sondervermögen im Sinne von Paragraf 1 Absatz 10 Kapitalanlagegesetzbuch und gehören rechtlich dem Fonds-Vermögen, nicht dem Broker. Fällt der Broker aus, wandert das Depot zu einem Nachfolge-Institut. Guthaben auf dem Verrechnungskonto unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank, in den meisten Fällen zusätzlich einer freiwilligen Einlagensicherung des jeweiligen Bankenverbands mit höheren Grenzen. Alle sieben vorgestellten Broker stehen unter Aufsicht der BaFin.

Kann ich mehrere Depots gleichzeitig führen?

Ja, ohne Einschränkung. Viele Sparer nutzen ein Haupt-Depot bei einem Neobroker für die laufenden Sparraten und ein Zweit-Depot bei der Hausbank für einmalige Käufe oder die Freistellungsauftrags-Verteilung. Steuerlich zählt jedes Depot für sich, der Freistellungsauftrag von 1.000 € pro Person lässt sich auf mehrere Banken aufteilen.

Brauche ich pro Broker einen eigenen Freistellungsauftrag?

Ja. Der Freistellungsauftrag wird je Institut eingerichtet und gedeckelt. Die Summe über alle Institute darf 1.000 € pro Person oder 2.000 € pro Ehepaar nicht überschreiten. Bei der Depoteröffnung kannst du den Freistellungsbetrag direkt festlegen, ändern lässt er sich jederzeit.

Was passiert, wenn der Broker die Gebühren während meiner Laufzeit erhöht?

Der Broker muss dich mit Vorlauf informieren. Du hast dann die Wahl, die neuen Konditionen zu akzeptieren oder das Depot zu übertragen. Da der Übertrag kostenfrei ist und die Anschaffungskosten erhalten bleiben, ist ein Wechsel jederzeit eine reale Option.

Lohnt sich ein Broker mit Werbeprämie?

Ein einmaliger Bonus von 50 € oder 100 € zur Eröffnung ist ein netter Einstieg, aber über 30 Jahre Sparlaufzeit nicht entscheidungsrelevant. Die laufenden Konditionen schlagen Werbeprämien um Faktoren, sobald der Sparplan über ein paar Jahre läuft.

Broker steht. Was jetzt?

Die Broker-Entscheidung ist ein Schritt im größeren Setup eines ETF-Sparplans. Der nächste Schritt ist die Auswahl des ETF selbst. Tag 5 im ETF-Einstieg-Pillar führt durch die konkrete Auswahl zweier Welt-ETFs, die für den Einstieg taugen. Wer zwischen MSCI World und FTSE All-World schwankt, findet die ausführliche Gegenüberstellung im Beitrag MSCI World vs. FTSE All-World. Und wer sich fragt, was ein ETF überhaupt ist, startet am besten mit dem Grundlagen-Artikel Was ist ein ETF?.

Wer seinen Broker heute gewählt hat und morgen den Sparplan einrichtet, hat das eigentliche Entscheidungs-Gate im Vermögensaufbau passiert. Der Rest ist Mathematik, Zeit und das Durchhalten.

Quellen

  1. Sparpläne & Konditionen — Scalable Capital
  2. Sparpläne — Trade Republic
  3. Wertpapiersparplan Konditionen — ING Deutschland
  4. Sparplan-Angebot — DKB
  5. ETF-Sparplan Konditionen — Comdirect
  6. Sparplan-Übersicht — S Broker
  7. Wertpapier-Sparpläne — VR-Bank / Volksbanken Raiffeisenbanken
  8. ETF-Sparplan-Vergleich — Finanztip
  9. Kapitalanlagegesetzbuch Paragraf 17 (Depotübertrag) — Bundesministerium der Justiz