Reale vs. nominale Rendite
Was ist der unterschied zwischen realer und nominaler rendite?
Reale vs. nominale Rendite: Wie Inflation deinen Anlageerfolg frisst. Fisher-Gleichung, interaktiver Rechner und warum Tagesgeld oft negativ ist.
Die nominale Rendite bezeichnet den prozentualen Anlageerfolg ohne Berücksichtigung der Inflation. Die reale Rendite zieht die Inflation ab und gibt an, ob ein Anleger tatsächlich mehr Kaufkraft aufgebaut hat. Die exakte Berechnung nach der Fisher-Gleichung: Realrendite = (1 + Nominalrendite) / (1 + Inflationsrate) − 1. Als Näherungsformel gilt: Realrendite ≈ Nominalrendite − Inflationsrate.
Einsteiger-Block
Dein Tagesgeldkonto zahlt 3 % Zinsen. Die Inflation beträgt 3,5 %. Deine reale Rendite ist ca. −0,5 %: Du verlierst Kaufkraft, obwohl dein Kontostand steigt. Dazu kommt die Abgeltungssteuer auf die Zinserträge: Nach Steuer sind aus 3 % nominaler Rendite noch ~2,2 % übrig. Real sind das dann ca. −1,3 % Kaufkraftverlust pro Jahr.
Nominale vs. reale Rendite
Die exakte Fisher-Gleichung lautet: (1 + nominal) / (1 + Inflation) minus 1. Die Näherung nominal minus Inflation unterschätzt die reale Rendite geringfügig bei höheren Werten.
Fisher-Gleichung vs. Näherungsformel
Näherung: Realrendite ≈ 5 % − 2 % = 3 %
Fisher: Realrendite = (1,05 / 1,02) − 1 = 2,94 %
Bei niedrigen Werten ist der Unterschied marginal. Bei hoher Inflation (z. B. 8 %) weicht die Näherung stärker ab, dann sollte die Fisher-Gleichung genutzt werden.
Wer zwischen realer und nominaler Rendite unterscheidet, erkennt, dass viele scheinbar attraktive Sparprodukte nach Inflation negative Realrenditen liefern. Tagesgeld mit 3 % Zinsen bei 3,5 % Inflation bedeutet einen realen Kaufkraftverlust, und auf die Zinserträge fällt zusätzlich Abgeltungssteuer an, was die effektive Realrendite weiter ins Negative drückt.