Sortino Ratio
Was ist die sortino ratio?
Volatilität von unten ist das einzige Risiko, das zählt
Die Sortino Ratio verbessert die Sharpe Ratio in einem spezifischen Punkt: Sie bestraft nur Downside-Volatilität (negative Abweichungen), nicht alle Volatilität.
Die Sharpe Ratio bestraft positive Ausreißer genauso wie negative, was für Anleger unsinnig ist, die Gewinnschwankungen begrüßen.
Formel:
Sortino = (Portfolio-Rendite − Risikofreier Zins) / Downside-Standardabweichung
Besonders relevant für asymmetrische Strategien wie:
- Optionen-Strategien
- Momentum-Fonds
- Hedgefonds mit Put-Absicherung
Ein praktisches Beispiel
Portfolio A: +8 % im Durchschnitt, ±10 % Volatilität
- Sharpe Ratio: gut
- Sortino Ratio: auch gut (symmetrische Schwankungen)
Portfolio B: +8 % im Durchschnitt, aber +15 % max. Gewinn, −5 % max. Verlust
- Sharpe Ratio: schlecht (Volatilität ist 10 %, aber die hohen Gewinne werden “bestraft”)
- Sortino Ratio: besser (nur Downside zählt)
Portfolio B ist für Anleger attraktiver. Sortino Ratio zeigt das, Sharpe Ratio nicht.
Δ-Moment: Wann ist der Unterschied groß?
Für Standard-Aktien-ETFs macht der Unterschied zur Sharpe Ratio meist weniger als 10 % aus, die Schwankungen sind relativ symmetrisch.
Für Optionen, Momentum oder Absicherungs-Strategien ist der Unterschied groß und wichtig.