Warum ich das hier
mache
Ein promovierter Naturwissenschaftler, ein Taschenrechner-Tick und der Wunsch, dass alle Zugang zu ehrlichen Zahlen haben.
Hi. Ich bin Jan, Anfang 30, promovierter Naturwissenschaftler, und ich arbeite in der Industrie an Dingen, die mit Batterien zu tun haben. Deltaeffekt ist nicht mein Job. Es ist ein Nebenprojekt, das aus einer persönlichen Macke heraus entstanden ist: Ich rechne Dinge nach. Ständig. Manchmal zu oft. Meistens unnötig detailliert. Aber ich kann nicht anders.
Es gab keinen großen Aha-Moment, keinen dramatischen Wendepunkt. Es war eher ein schleichender Prozess über Jahre. Jedes Mal, wenn eine größere finanzielle Entscheidung anstand, saß ich mit einem Spreadsheet da und hab angefangen, Variablen einzutippen. Nicht, weil ich Spaß an Excel habe (okay, ein bisschen), sondern weil mich das Bauchgefühl allein nicht zufriedenstellt. Ich will wissen, wie groß der Unterschied wirklich ist. In Euro. Auf den Cent. Und das Resultat ist das hier.
Warum „Deltaeffekt”?
Delta — Δ — steht in der Wissenschaft für Veränderung, für den Unterschied zwischen zwei Zuständen. Und genau darum geht es hier: den quantitativen Unterschied sichtbar machen. Nicht das Bauchgefühl ersetzen, aber es mit Zahlen unterfüttern. Denn das Bauchgefühl ist oft erstaunlich schlecht kalibriert, wenn es um Geld geht.
Mieten ist rausgeschmissenes Geld, heißt es ja immer. Man zahlt jemandem die Bude ab. Klingt logisch. Rechnet man es durch, sieht die Sache anders aus: In fast jeder deutschen Großstadt ist Mieten günstiger als Kaufen — teilweise deutlich. Zahlen lügen nicht. Bauchgefühle schon.
Oder nimm Autos. Jeder kennt jemanden, der stolz sein Leasing-Angebot vorzeigt. 199 Euro im Monat, mega Deal! Aber das günstigste Auto ist eben kein schickes Leasing-Angebot. Es ist eine acht Jahre alte Kiste, die du fährst, bis sie auseinanderfällt. Der Wertverlust eines Neuwagens ist so brutal, dass ein Neukauf als Privatperson wortwörtlich Geldverbrennung ist. Ohne echten Mehrwert, außer vielleicht, dass noch niemand in den Sitz gepupst hat. Oder man leistet sich den Luxus eben bewusst. Nur auch beim “Billig-Leasing” zahlst Du den Wertverlust. Anders halt.
Was mich an bestehenden Tools stört
Es gibt hunderte Finanzrechner im Netz. Die meisten sind zu simpel, sie ignorieren wichtige Variablen, die das Ergebnis komplett drehen können. Opportunitätskosten? Instandhaltung? Inflation? Steuern? Wird alles gerne weggelassen, weil es die Sache kompliziert macht. Das ist aber falsch, denn diese Faktoren haben einen enormen Einfluss auf das Ergebnis.
Dazu kommt: Die Rechnung selbst ist oft eine Blackbox. Du tippst Zahlen ein, kriegst ein Ergebnis, aber die Formel dahinter siehst du nicht. Für mich als Wissenschaftler ist das ein Problem. Wenn ich das Modell nicht nachvollziehen kann, vertraue ich dem Ergebnis nicht.
Und dann ist da noch die Sache mit der Neutralität. Viele dieser Seiten verdienen ihr Geld mit direkten Produktempfehlungen. Der Rechner sagt dir, Kaufen lohnt sich, und direkt daneben ist ein Button zum Baufinanzierungsvergleich. Da bin ich raus. Wer mir etwas verkaufen will, ist nicht an meinem besten Ergebnis interessiert. Das ist ein Interessenkonflikt, der die Ergebnisse verfälscht. Transparent für etwas werben ist ja okay, aber nicht, wenn man sich gleichzeitig als neutraler Rechner positioniert. Das ist Augenwischerei.
Was ich anders machen will
Die Tools auf Deltaeffekt sollen drei Dinge versuchen: vollständig, transparent und neutral.
Vollständig heißt: alle relevanten Variablen sind drin. Nicht nur die offensichtlichen. Wenn eine Annahme das Ergebnis beeinflusst, sollst du sie sehen und ändern können. Natürlich bin ich kein Investmentbanker und kann nicht jede Eventualität einpreisen, aber ich versuche, so viele relevante Faktoren wie möglich zu berücksichtigen. Und wenn Du noch Vorschläge und Verbesserungsmöglichkeiten hast, immer her damit!
Transparent heißt: du kannst jederzeit nachvollziehen, wie das Ergebnis zustande kommt. Kein Hokuspokus, keine versteckten Formeln. Die Methodik liegt offen.
Neutral heißt: kein Affiliate-Link zu einem bestimmten Produkt, kein Produktverkauf, keine gesponserten Ergebnisse. Die Tools rechnen, sie empfehlen nicht. Was du mit dem Ergebnis machst, ist deine Sache.
Und warum das Ganze nebenbei?
Weil es genau so sein soll. Deltaeffekt ist kein Startup oder ein Geschäftsmodell. Es ist ein Nebenprojekt aus Überzeugung und Spaß. Ich mache das, weil ich die Tools sowieso für mich selbst gebaut habe, und es keinen Grund gibt, sie nicht zu teilen.
Dass ich das neben meinem eigentlichen Job mache, hat einen großen Vorteil: ich bin auf nichts angewiesen. Kein Druck zu monetarisieren, keine Investoren, kein Wachstumszwang. Wenn das Ergebnis eines Rechners zeigt, dass sich etwas nicht lohnt, dann steht da, dass es sich nicht lohnt. Keine Ausreden, keine Schönrechnerei.
Ich bin kein Finanzberater. Ich bin kein Influencer. Ich bin jemand, der gerne nachrechnet und der findet, dass mehr Leute Zugang zu guten Zahlen haben sollten. Das ist alles.
Das Motto ist simpel: Nur Zahlen zählen. Nicht Meinungen, nicht Bauchgefühl, nicht Marketing. Der Unterschied, der zählt, messbar und berechenbar.
Wenn du auch jemand bist, der lieber zweimal nachrechnet als einmal zu raten: Willkommen. Die Tools sind da. Benutz sie.